Kueg Guido 300 2018Corona-Zeiten sind keine leichten Zeiten.

Wir unterhielten uns mit Guido Küng, Geschäftsführer und Gründer der Accutron AG, darüber.

JF: Wie läuft es bei der Accutron zurzeit? Batterien werden doch überall in mobilen Systemen benötigt.

Guido Küng (GK): Da bei uns ca. 80 % unserer Akkus in Medizingeräte gehen, haben wir jetzt ziemlich Hochbetrieb.

JF: Sie verfügen über eine sehr grosse Batterie-Palette. Welche Art von Batterien werden nun vor allem gekauft und wie sieht es mit den Lieferzeiten generell aus?

GK: Zu 90 % werden Lithium Akkus verwendet, die restlichen 10 % verteilen sich auf Bleiakkus, NiMh und NiCd. Die Lieferzeiten sind schleppend wegen den grossen Rückständen in Hong Kong.

JF: Seit 2020 sind die Testzertifikate gemäss UN 38.3 für den Transport von Lithium-Batterien bei der Auslieferung zwingend vorgeschrieben. Gibt es diesbezüglich bei Ihrer Kundschaft noch Unklarheiten und wird dies generell vorschriftsmässig eingehalten?

GK: Bis Ende 2019 war für UN38.3 (Reisepass für Lithium-Akkus) noch informell vorgeschrieben, seit Januar 2020 ist es aber gesetzlich vorgeschrieben. Jeder Kunde ist daher verpflichtet, die nur einmaligen Kosten für den UN38.3 Test zu tragen.

JF: Welches sind zurzeit die häufigsten Fragen aus Ihrem Kundenkreis?

GK: Kann meine Lieferung etwas früher kommen?

JF: Sie führen neu Schutzmasken in Ihrem Verkaufsprogramm. Welche Typen sind dies und wie sind die jeweiligen Lieferfristen? Wie beurteilen Sie die Nachfrage, da die ganze Welt entsprechende Masken sucht.

GK: Unsere chinesischen Freunde/Lieferanten sind sehr besorgt um uns hier, da sie selbst genau das durchgemacht haben, was wir hier jetzt. So bieten sie uns Schutzmasken an aus ihren Beständen. Wir haben das mal auf unserer Website publiziert, aber es gibt noch keine Reaktion. Neustens wissen wir, dass nun die Grossverteiler solche Masken im Sortiment haben. (Es war sowieso nur als Gefälligkeit gedacht.

JF: Wie schätzen Sie die Marktlage in den nächsten Monaten in Ihrem spezifischen Markt ein?

GK: Das ist zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwierig einzuschätzen. Mein persönlicher Wunsch ist ausschliesslich, dass alles wieder ins Lot kommt, es tut einem echt weh, zu hören, wie vielen Leuten und Betrieben es jetzt sehr schlecht geht! Ich halte beide Daumen!

Interview, geführt im April 2020

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