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Testzertifikat für Lithium-Batterien wird verpflichtend

Der 1. Januar 2020 war ein wichtiges Datum für jeden, der Lithium-Zellen oder Batterien versendet. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle Lieferanten in der Lage sein, eine Testzusammenfassung vorzulegen, die beweist, dass die Versandprodukte den UN 38.3-Test für den Transport von Lithiumbatterien bestanden haben. Diese Verordnung gilt für alle Verkehrsträger und gilt für Zellen und Batterien, die allein mit Ausrüstung und/oder im Endprodukt versendet werden.

Gefahrgut – Lithium-Zellen/Batterien

Lithiumzellen und Batterien wurden seit jeher als Gefahrgut eingestuft. Entsprechend hoch sind die Sicherheitsanforderungen, einschliesslich des UN 38.3-Transporttests. In acht Einzeltests wird das Verhalten der Zelle oder Batterie bei extremen Temperaturen, externen Kurzschlüssen und Überladung getestet. Auch verkehrsspezifische Faktoren wie Aufprallreaktionen, Vibrationen, Höhenänderungen und Zerkleinerung werden untersucht.

Die neue UN 38.3 Test-Zusammenfassungsverordnung

Bereits 2019 musste ein Lieferant einen einfachen Hinweis zur Überprüfung der Zellen oder Batterien vorlegen, die den UN 38.3-Test bestanden hatten. Ein kurzer Satz wie "Der UN 38.3-Test wurde erfolgreich bestanden" hat gereicht. Das änderte sich zum ersten Mal im neuen Jahr. Von nun an muss jeder Lieferant in der Lage sein, eine dokumentierte Zusammenfassung vorzulegen, die sich auf einen ausführlichen Prüfungsbericht bezieht. Die UN-Leitlinie 38.3.5 regelt, welche zusätzlichen Informationen diese Testzusammenfassung enthalten muss. Dementsprechend erfüllen die folgenden Punkte die aktualisierten Anforderungen:

Der UN 38.3-Test selbst bleibt in seiner jetzigen Form, nur die Anforderungen an die Dokumentation des Tests sind strenger geworden. Dieses Update wurde bereits am1.Januar 2019 eingeführt und veröffentlicht. Den Lieferanten wurde eine einjährige Übergangsfrist eingeräumt, in der die neuen Vorschriften noch nicht verbindlich waren. Diese Übergangszeit ist am 1. Januar2020 abgelaufen, und die geltenden Verkehrsvorschriften für den Strassenverkehr (ADR) sowie Schiffe (IMO/IMDG) und Luftfracht (IATA) beziehen sich bereits auf die neue UN-Richtlinie.

Januar 2020

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