Firmennachfolge bei Accutron AG Bassersdorf

Von Jürg Fehlbaum

Guertler Ruedi InhaberIch unterhielt mich mit dem Firmengründer Guido Küng, der in Pension geht, und seinem Nachfolger Ruedi Gürtler, welcher das Unternehmen per 1. März 2022 definitiv übernommen hat.

JF (Jürg Fehlbaum): Sie gehen ja bald in Pension, wenn Sie auf die vergangenen Jahre zurückblicken, was bleibt haften und welche speziellen Vorkommnisse bleiben Ihnen weiterhin in Erinnerung?

GK (Guido Küng): Am 1. Januar 2005 habe ich die Firma gegründet, also vor 17 Jahren, und die ersten 2 sehr schwierigen «Start-Jahre» bleiben natürlich in spezieller Erinnerung. Danach ging es stetig bergauf, dies natürlich mit viel Hilfe aus dem Umfeld, wie z. B. unserem "Firmengötti" Walter Ruf, der Firma Simpex Elektronik, und der befreundeten Firma Easytext u.a. Ganz wichtig sind auch unsere chinesischen Partner, die uns super Qualität liefern und sehr gute Freunde wurden. Insgesamt 28-mal habe ich China besucht, und habe immer eine königliche Zeit dort verbracht. Es ist aber klar, dass es auch etwas Glück dazu brauchte. Heute ist es eine erfolgreiche und angesehene Firma, die eine Nachfolge verdient, und braucht. So kann ich also auf sehr viel Gutes zurückblicken, bin auch ein wenig stolz.

JF: Wie unterstützen Sie den neuen Eigentümer in der Einführungsphase und wie sieht dies konkret aus?

GK: Für ca. 3 Monate, resp. auch allenfalls auf weiteres werde ich Herrn Gürtler so weit einarbeiten, um eine gute Zukunft zu ermöglichen. Unsere Kunden werden wir gemeinsam zur Vorstellung besuchen. Was für später bleibt, ist die Reise nach China, um ihn auch bei den Lieferanten persönlich vorzustellen, der Zeitpunkt ist leider noch nicht absehbar.

JF: Herr Gürtler (RG), bitte stellen Sie sich kurz vor.

RG (Ruedi Gürtler, Foto): ich bin 54 Jahre alt, komme ursprünglich aus dem Maschinenbau, habe dann von der Konstruktion in den Verkauf und Handel mit elektrotechnischen Produkten gewechselt. In diesen Tätigkeiten habe ich ungefähr zwölf Jahre lang gearbeitet. Danach bin ich ins SAP Umfeld geraten und bin heute ein SAP Berater, spezialisiert in Berechtigungen, Audit und Compliance.

JF: Welches war der Grund für Ihre Firmenübernahme und welche geschäftlichen Zielsetzungen haben Sie beispielsweise bezüglich der Produkt-Palette und dem generellen Marketing? Wollen Sie mittel- und langfristig stark vergrössern?

RG: Zufällig bin ich zu dieser Gelegenheit dieses Firmenkaufs gekommen und da ich meine Product-Manager Jobs im Handel immer sehr gemocht habe, musste ich diese Chance nutzen. Zuerst muss ich in die Firma hineinwachsen, die Kunden, Lieferanten und Produkte kennen lernen. Dann sehe ich weiter.

JF: Welche zukünftigen Chancen sehen Sie generell bei Ihrem neuen Geschäftsmodell und wie beurteilen Sie die derzeitige Lage in Ihrer spezifischen Branche?

RG: Ich denke, wenn ich mit der gleichen Philosophie im Bezug auf Qualität und Kundendienst weiterfahre, haben wir auch die Chance auf ein Wachstum.

JF: Herr Küng, bald werden Sie ja viel mehr Freizeit haben. Welche Hobbys haben Sie?

GK: Das «Haupthobby» war zwar die Firma, aber es gibt natürlich auch bestehende Hobbies, wie Musizieren (Gitarre und Schlagzeug), Singen, Musik hören, Konzerte, mein Boot auf dem See mehr nutzen, mich mit diversen Sprachen beschäftigen, mehr Zeit für die Familie, meine Göttikinder und Freunde. Auch vermehrte Wellness Aufenthalte, und ein paar andere Reisen könnten eine Variante werden. Für die Firma auf standby bleiben… (Vielleicht auch etwas mehr ausruhen….).

JF: Ihnen Herr Küng wünsche ich viel Spass, und Ihnen, Herr Gürtler, wünsche ich einen erfolgreichen Start im nun eigenen Unternehmen. Bestimmt eine echte Herausforderung.

Im März 2022

>> Download PDF

Feststoff-Batteriezellen

Kleinere und leichtere Batterien für Elektrofahrzeuge: Mercedes-Benz ist eine Partnerschaft mit einem Anbieter zur Entwicklung und Fertigung von Feststoffbatterien eingegangen. Auch ein Zeitpunkt, wann die ersten Feststoffbatterien in Testfahrzeugen zum Einsatz kommen, steht schon fest. Die ersten gemeinsam entwickelten Feststoffbatterien könnten bereits in den kommenden Jahren in Mercedes-Benz-Testfahrzeugen zum Einsatz kommen. Des Weiteren haben die Unternehmen technologische Meilensteine vereinbart, die auf eine Integration der Feststofftechnologie in ausgewählten Modellen innerhalb der zweiten Hälfte des Jahrzehnts abzielen. Feststoff-Batteriezellen ermöglichen mehr Reichweite, höhere Leistung und mehr Sicherheit. Mercedes-Benz will bis zum Ende des Jahrzehnts vollelektrisch werden – überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen. Deshalb treibt der Automobilhersteller mit Partnerschaften die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Feststofftechnologie aktiv voran, um schnelle Fortschritte in der Batterietechnologie zu erzielen und den Zugang zu neuen Technologien abzusichern. Mit der Feststofftechnologie lassen sich Kosten, Skalierbarkeit und Energiedichte im Bereich der Batterien für Elektrofahrzeuge neu definieren. Der Festkörperelektrolyt ermöglicht die Verwendung von Materialien mit grosser Speicherkapazität, hoher ionischer Leitfähigkeit und einer besseren chemischen Stabilität. Damit haben Materialien und Design von Feststoffbatterien das Potenzial, die Reichweite der heutigen konventionellen Li-Ionen-Batteriezellen nahezu zu verdoppeln. 

Im Februar 2022

>> Download PDF

Gartner: Das sind die strategischen Technologie-Trends 2022

Das unabhängige Forschungs-Institut Gartner geht davon aus, dass die hier beschriebenen 12 Technologie-Trends in den nächsten drei bis fünf Jahren als Multiplikatoren für Digital Business, Produktionsstätten und Innovation im Allgemeinen wirken werden. Hier finden Sie eine Kurzanleitung zu den Technologien und warum sie so wertvoll sind. Im Web gibt es über diese Fachbegriffe und Trends zusätzliche Infos. Am Ende sollen die Trends vor allem zu diesen Ergebnissen führen:

  • Zuverlässige digitale Verbindungen für Mitarbeiter und Geräte überall
  • Lösungen zur schnellen Skalierung digitaler Kreativität an jedem Ort
  • Innovative Funktionen zur Beschleunigung des Geschäftswachstums für heute und in Zukunft

 

Trend 1: Data Fabric

Data Fabric stellt eine flexible, widerstandsfähige Integration von Datenquellen über Plattformen und Geschäftsanwender hinweg bereit, so dass Daten überall dort verfügbar sind, wo sie benötigt werden, unabhängig davon, wo sie gespeichert sind. Data Fabric kann Analysen nutzen, um zu lernen und aktiv zu empfehlen, wo Daten verwendet und verändert werden sollten. Dies kann den Aufwand für das Datenmanagement um bis zu 70 % reduzieren.

Trend 2: Cybersecurity Mesh Cybersecurity

Mesh ist eine flexible, zusammensetzbare Architektur, die weit verteilte und ungleiche Sicherheitsdienste integriert. Cybersecurity Mesh ermöglicht die Zusammenarbeit von branchenführenden, eigenständigen Sicherheitslösungen, um die Gesamtsicherheit zu verbessern und gleichzeitig die Kontrollpunkte näher an die Assets zu bringen, die sie schützen sollen. Sie kann schnell und zuverlässig die Identität, den Kontext und die Einhaltung von Richtlinien in Cloud- und Nicht-Cloud-Umgebungen überprüfen.

Trend 3: Privacy-Enhancing-Computation

Privacy-Enhancing-Computation sichert den Prozess der Verarbeitung personenbezogener Daten in nicht vertrauenswürdigen Umgebungen – was aufgrund der sich entwickelnden Gesetze zum Datenschutz und zur Privatsphäre sowie der zunehmenden Bedenken der Verbraucher immer wichtiger wird. Privacy-Enhancing-Computation nutzt eine Vielzahl von Techniken zum Schutz der Privatsphäre, um aus den Daten einen Mehrwert zu gewinnen und gleichzeitig die Compliance-Anforderungen zu erfüllen.

Trend 4: Cloud-native Plattformen

Cloud-native Plattformen sind Technologien, die es Ihnen ermöglichen, neue Anwendungsarchitekturen zu erstellen, die belastbar, elastisch und agil sind und es Ihnen erlauben, auf den schnellen digitalen Wandel zu reagieren. Cloud-native Plattformen verbessern den traditionellen Lift-and-Shift-Ansatz für die Cloud, der die Vorteile der Cloud nicht erfüllt und die Wartung komplexer macht. Beim Lift-and-Shift-Ansatz werden eine Applikation und die zugehörigen Daten auf eine Cloud-Plattform verschoben, ohne das Applikationsdesign zu verändern.

Trend 5: Composable Applications

Bei der Idee der Composable Applications (Zusammensetzbare Anwendung) können funktionale Blöcke einer Anwendung von der gesamten Anwendung oder dem Prozess getrennt werden. Dies bedeutet, dass neue, kompetentere Anwendungen mit besserer Funktionalität und grösserem Zweck erstellt werden können. Composable Applications werden aus geschäftszentrierten, modularen Komponenten aufgebaut. Composable Applications erleichtern die Verwendung und Wiederverwendung von Code, beschleunigen die Markteinführung neuer Softwarelösungen und setzen Unternehmenswert frei.

Trend 6: Decision Intelligence

Entscheidungen können durch eine Vielzahl und von Vorurteilen beeinflusst werden, aber in einer Welt des schnellen Wandels müssen Unternehmen unbedingt schnellere und bessere Entscheidungen treffen. Decisions Intelligence ist ein praktischer Ansatz zur Verbesserung der organisatorischen Entscheidungsfindung. Er modelliert jede Entscheidung als eine Reihe von Prozessen und nutzt Intelligenz und Analytik , um Entscheidungen zu treffen, aus ihnen zu lernen und sie zu verfeinern.

Trend 7: Hyperautomatisierung

Hyperautomatisierung (Hyperautomation) ist ein disziplinierter, geschäftsorientierter Ansatz, um so viele Geschäfts- und IT-Prozesse wie möglich schnell zu identifizieren, zu überprüfen und zu automatisieren. Dies erfordert den orchestrierten Einsatz mehrerer Technologie-Tools und -Plattformen, einschließlich Robotic Process Automation (RPA), Low-Code-Plattformen und Prozess-Mining-Tools Hyperautomatisierung ermöglicht Skalierbarkeit, dezentralen Betrieb und die Disruption von Geschäftsmodellen.

Trend 8: AI-Engineering

Das AI-Engineering automatisiert die Aktualisierung von Daten, Modellen und Anwendungen, um die Bereitstellung von AI zu optimieren. In Kombination mit einer starken AI-Governance wird das AI-Engineering die Bereitstellung von AI operationalisieren, um ihren kontinuierlichen Geschäftswert zu gewährleisten.

Trend 9: Distributed Enterprises

Distributed Enterprises spiegeln ein digitales Geschäftsmodell wider, bei dem die Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen, Kunden- und Partnerkontaktpunkte digitalisiert werden und Produkterfahrungen entwickelt werden. Distributed Enterprises erfüllen die Bedürfnisse von Mitarbeitern und Verbrauchern an entfernten Standorten besser, die die Nachfrage nach virtuellen Diensten und hybriden Arbeitsplätzen anheizen.

Trend 10: Total Experience

Total Experience ist eine Geschäftsstrategie, die Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenzufriedenheit, Benutzerzufriedenheit und Multiexperience über mehrere Berührungspunkte hinweg integriert, um das Wachstum zu beschleunigen. Total Experience kann durch ganzheitliches Management von Stakeholder-Erfahrungen das Vertrauen, die Zufriedenheit, die Loyalität und die Fürsprache von Kunden und Mitarbeitern steigern.

Trend 11: Autonome Systeme

Autonome Systeme sind selbstverwaltete physische oder Softwaresysteme, die von ihrer Umgebung lernen und ihre eigenen Algorithmen in Echtzeit dynamisch ändern, um ihr Verhalten in komplexen Ökosystemen zu optimieren. Autonome Systeme erzeugen eine Reihe flexibler technologischer Fähigkeiten, die in der Lage sind, neue Anforderungen und Situationen zu unterstützen, die Leistung zu optimieren und Angriffe ohne menschliches Eingreifen abzuwehren.

Trend 12: Generative AI

Generative AI lernt über Objekte aus Daten und erzeugt innovative neue Kreationen, die dem Original ähnlich sind, es aber nicht wiederholen. Generative AI hat das Potenzial, neue Formen kreativer Inhalte, wie beispielsweise Videos, zu erzeugen und Forschungs- und Entwicklungszyklen in allen Bereichen und Branchen zu beschleunigen.  

Im Februar 2022

>> Download PDF

Zuverlässige Informationen für E-Auto-Fahrer

Bislang hatten die Verbraucher keinen Zugang zu verlässlichen Informationen über die langfristige Leistung von Fahrzeugbatterien, was Zweifel an der Nachhaltigkeit ihrer Investition aufkommen liess. Dies könnte sich dank eines Vorschlags für ein neues Rechtsinstrument ändern, das eine Mindesthaltbarkeit von Batterien in Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen gewährleisten soll. Dieser Vorschlag wurde vom Weltforum für die Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften (WP.29) unter der Schirmherrschaft der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (United Nations Economic Commission for Europe kurz UNECE) unterstützt.

Erste internationale Anstrengungen

Dies ist die erste internationale Anstrengung, die von Kanada, China, Japan, der Republik Korea, dem Vereinigten Königreich von Grossbritannien und Nordirland, den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union unterstützt wird, um die Frage der Batteriedegradation zu regeln. Die neuen Bestimmungen, die in Form einer Globalen Technischen Regelung (GTR) der Vereinten Nationen ausgearbeitet wurden, sehen vor, dass die Hersteller bescheinigen müssen, dass die in ihren Elektrofahrzeugen eingebauten Batterien innerhalb von fünf Jahren oder 100.000 km weniger als 20 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität und innerhalb von acht Jahren oder 160.000 km weniger als 30 Prozent verlieren. Dies würde die Verwendung von Batterien minderer Qualität verhindern und sicherstellen, dass nur langlebige Batterien in E-Fahrzeuge eingebaut werden. Dies ist von entscheidender Bedeutung, um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und die Umweltverträglichkeit von E-Fahrzeugen über ihren geringen Emissionsausstoss hinaus zu verbessern. Eine längere Lebensdauer der Batterien würde dazu beitragen, den Druck auf die für ihre Herstellung benötigten kritischen Rohstoffe zu verringern und den Abfall aus gebrauchten Batterien zu reduzieren.

Im Dezember 2021

>> Download PDF

Leichtbau-Materialien für E-Auto-Batterien

Leichtbau-Materialien können das Batteriegewicht markant reduzieren. Umso besser, wenn sie den Brandschutz von vornherein integrieren, wie dies mit einem neuartigen Faserverbundstoff möglich ist. Die Lösung ist sicher, anwenderfreundlich und umfassend getestet. Ambitionierte Klimaziele sind ohne Elektromobilität nicht erreichbar. Aber auch hier gibt es noch viele Möglichkeiten, die Energieeffizienz der Antriebssysteme zu steigern und gleichzeitig weniger Ressourcen zu verbrauchen.

Für die Validierung von Brandschutz-Materialien für Batteriesysteme existieren seit kurzem Kooperationen zwischen entsprechenden Organisationen. Deren Ziel ist die Zusammenarbeit für den bestmöglichen Brandschutz während des ganzen Batterie-Lebenszyklus. In einem der aktuellsten Prüflabore Europas können ab dem ersten Quartal 2022 Hersteller und Entwickler von Brandschutz-Materialien in Aachen/Deutschland ihre Produkte entlang der unterschiedlichsten nationalen sowie internationalen Vorgaben bzw. Anforderungsnormen untersuchen und testen lassen.

Im November 2021

>> Download PDF